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Projekt: Internationale Interventionen gegen sexualisierte Gewalt in Konfliktgebieten

Stellenausschreibung Studentische Hilfskraft

Das DFG-geförderte Forschungsprojekt „Internationale Interventionen gegen sexualisierte Ge­walt in Konfliktgebieten“ unter Leitung von Dr. Alex Veit, angesiedelt am Institut für Inter­kulturelle und Internationale Studien (InIIS / Universität Bremen), sucht für den Arbeitsort Berlin eine studentische Hilfskraft für folgende Aufgaben: 

-       Transkription und Dokumentation

-       Literaturbeschaffung an Berliner Bibliotheken

-       Recherche für das laufende Forschungsprojekt im Feld internationale humanitäre und mili­tärische Interventionen und sexualisierte Gewalt in Konfliktkontexten

Erwartet werden:

-       Sehr gute Sprachkenntnisse in Französisch

-       Gute Sprachkenntnisse in Englisch

-       Nachweis eines Studiums von mindestens 3 abgeschlossenen Semestern in einem sozial-­ oder geisteswissenschaftlichen Studiengang

-       Nachweis guter Studienleistungen

-       Interesse an Fragestellungen der Konfliktforschung, der Internationalen Beziehungen und/oder der Gender-Studies

Bewerben können sich Studierende, die an Hochschulen und Universitäten in Deutschland eingeschrieben sind. Die Stelle hat einen Umfang von 39 Stunden pro Monat und ist befristet vom 1.5.2018 bis zum 31.1.2019. Aussagekräftige Bewerbungen mit einem kurzen Lebenslauf per Email bitte bis zum 11.3.2018 an:

Dr. Alex Veit

InIIS / Universität Bremen

veit@uni-bremen.de

Prof. Dr. Kerstin MartensProf. Dr. Kerstin Martens
SOCIUM und InIIS werben Mittel für 16 Teilprojekte ein

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat einen neuen Sonderforschungsbereich (SFB) "Globale Entwicklungsdynamiken von Sozialpolitik" an der Universität Bremen bewilligt. Der SFB wird in den nächsten vier Jahren mit rund elf Millionen Euro gefördert.

Der SFB wurde federführend von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des SOCIUM (Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik) und des InIIS beantragt. Sprecher wird Professor Herbert Obinger (SOCIUM) sein. Maßgeblich beteiligt an der Antragstellung war aus dem InIIS Prof. Dr. Kerstin Martens, die auch Mitglied des Sprecherteams sein wird.

Die Forschung zur Sozialpolitik hat sich stark auf den Vergleich der hochindustrialisierten Länder konzentriert. Im neuen Sonderforschungsbereich werden die Entwicklungsdynamiken staatlich verantworteter Sozialpolitik in einer auch den Globalen Süden umfassend einbeziehenden Perspektive analysiert. Auch in weiteren Hinsichten geht das Forschungsprogramm des SFBs über die bisherige Sozialpolitikforschung hinaus. Die internationalen Verbindungen und Vernetzungen rücken in den Vordergrund. Die Sozialpolitik eines Landes lässt sich nicht allein aus den innerstaatlichen Verhältnissen heraus erklären. Handelsbeziehungen, Migration, Krieg und Kolonialismus sowie die weltweite Verbreitung von Ideen und Rechtsregeln besitzen eine große Bedeutung für die sozialpolitischen Entwicklungen in den einzelnen Ländern. Zudem liegt der Forschung im SFB ein breites Verständnis von Sozialpolitik zugrunde, in dem unter anderem Bildungspolitik einbezogen wird. Drittens ersetzt der SFB die nationalstaatliche Binnenorientierung der Sozialpolitikforschung durch einen interdependenzentrierten Ansatz.

Der Forschungsverbund hat 15 Teilprojekte und gliedert sich in zwei Projektbereiche.

Der Projektbereich A:“Globale Entwicklungsdynamiken“ besteht aus sechs Teilprojekten, die die Entwicklungsdynamiken in den einzelnen Feldern der Sozialpolitik weltweit untersuchen und eine alle Felder umfassende Datenbank "Global Welfare State Information System" (WeSIS) aufbauen. Aus dem InIIS leitet Prof. Kerstin Martens zusammen mit Prof. Michael Windzio das Teilprojekt „Globale Entwicklung, Diffusion und Transformation von Bildungssystemen“.

Der Projektbereich B „Transregionale Entwicklungsdynamiken“ untersucht in fallstudienzentrierten, qualitativen Analysen die Kausalpfade zwischen internationalen Verflechtungen und sozialpolitischen Entwicklungsdynamiken für einzelne Ländergruppen. Hier ist das InIIS an drei Projekten beteiligt:

- „Mechanismen der Verbreitung von Sozialpolitik“ unter der Leitung von Frank Nullmeier (SOCIUM), Klaus Schlichte (InIIS) und Delia González de Reufels (Institut für Geschichtswissenschaft)

- „Offene Wohlfahrtsstaaten? Die soziale Absicherung von Arbeitsmigration und ihre Rückwirkung auf nationale Politik“ unter der Leitung von Prof. Susanne K. Schmidt (InIIS)

- Transnationale Wohlfahrt: Aufstieg, Zerfall und Renaissance der Sozialpolitik in Afrika“ unter der Leitung von Prof. Klaus Schlichte und Dr. Alex Veit (beide InIIS).

Neben dem InIIS und dem SOCIUM sind von der Universität Bremen auch das  Institut für Geschichtswissenschaft, dem Institut für Geographie, das Institut Arbeit und Wirtschaft (IAW), das Zentrum für europäische Rechtspolitik sowie die Arbeitsgruppe Informationsmanagement des Fachbereichs Informatik mit Projekten beteiligt. Ebenfalls beteiligt sind die Jacobs University Bremen, die Universität Duisburg-Essen und die Universität zu Köln. Der Start des Sonderforschungsbereichs ist für Anfang 2018 vorgesehen.

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite des SOCIUM und der Universität Bremen.

Titelblatt des ReportsTitelblatt des Reports
Workshop-Report erschienen

Der Workshop Report als PDF

The workshop “International interventions against sexual and gender-based violence in conflict”, organised by Alex Veit and Lisa Tschörner from 21-23 June 2017 at the University of Bremen, brought together scholars working on questions related to causes and consequences of CRSV, intervention discourse and practices, and evolving relations between intervention organisations, host states and societies. The workshop was divided into three sections: In a first part, the causes and consequences of CRSV and the practice of intervention were discussed. The second section focused on gendered interventions as well as gendered outcomes of interventions. In a third section, the links between CRSV, peacebuilding and state formation practices have been scrutinised.
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Three major topics crystallized during the presentations and discussions. The first revolved around academic discussion and diplomatic/media representations of causes of CRSV: while on the diplomatic and media level, rape in conflict-settings is very often presented as a strategic, rational choice of non-state armed groups, academic discussion has moved on towards gender-theoretic approaches and military sociology. A move which is, secondly, partly reflected in policy approaches of implementing organisations. However, as CRSV interventions primarily aim at supporting CRSV victims, they tend to neglect the political and structural conditions underlying these forms of violence. A number of victim groups are neglected, while projects at the same time promote heteronormative norms, reproduce unequal gender divisions, and undervalue the agency of survivors. To reduce CRSV, peacekeepers meanwhile focus on military approaches, even while being aware of their non-appropriateness. A third topic has been unintended consequences of the CRSV hype, such as the neglect of other forms of suffering and the diversion of resources towards the abolishment of underage sexual relations.

Cover Highlight 35 - Winter 2017/18Cover Highlight 35 - Winter 2017/18
Highlights - Forschungsmagazin der Universität Bremen

Highlights, das Forschungsmagazin der Universität Bremen, berichtet in seiner neuen Ausgabe 35 (Winter 2017/2018) über das InIIS-Forschungsprojekt "Internationale Interventionen gegen sexualisierte Gewalt in Konfliktgebieten". An dem Forschungsprojekt arbeiten Dr. Alex Veit und Lisa Tschörner.

Die Demokratische Republik Kongo zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. Ein schweres koloniales Erbe und jahrzehntelange Kriege und Krisen haben die Zivilbevölkerung zermürbt. In den vergangenen zehn Jahren kam das zentralafrikanische Land in die Schlagzeilen, weil Rebellengruppen, bewaffnete Milizen und die kongolesische Armee viele Vergewaltigungen an Frauen und Kindern begehen. Seitdem schaut die Weltöffentlichkeit genauer hin.

Zur Ausgabe 35 (Winter 2018/18) der Highlights

Sweatshirtaufdruck in Goma: Zusammen können wir sexualisierter Gewalt ein Ende setzen.Sweatshirtaufdruck in Goma: Zusammen können wir sexualisierter Gewalt ein Ende setzen.
Workshop vom 21.-23.06.2017 im Gästehaus Teerhof der Universität Bremen

In recent decades, political and academic discussions of conflict-related sexualised and gender based violence (CRSV) have made important advances. CRSV has been recognised on the international stage as an important social and security problem. International organisations and NGOs commit large resources to reduce CRSV and to alleviate its effects. Their projects seek to change social conceptions of gender and violence in local contexts in ways that previously have not been envisaged by humanitarian and military interventions. At the same time, a lively academic discussion has highlighted the complex reasons behind CRSV. Moreover, practices of intervention have been critically scrutinized in important ways.

Despite increasing attention to the subject, scholars and practitioners are still far from finding common grounds when it comes to defining causes and consequences of CRSV or the appropriate ways of tackling the problem. Research has sometimes produced contradictory results and continues to struggle with the problem of data collection in this sensible field. Without empirically-based knowledge of the problem, interventions run the risk of generating undesired effects. Also the international focus on CRSV may have led to unintended consequences of intervention.

The aim of the workshop is to bring together scholars from different fields working on questions related to causes and consequences of CRSV, intervention practices, and evolving (gendered) power relations between intervention organizations, host states and societies.

The workshop is funded by the DFG.

Charlotte MertensCharlotte Mertens
Vortrag am 20.06. von Charlotte Mertens (University of Melbourne)

Der Vortrag findet statt am Dienstag, 20.06., um 16:00 Uhr im Iniis/Unicom, Raum7.2210

Charlotte Mertens researches the framing of sexual violence within the discourse of the United Nations and how this is translated on the ground in the context of the armed conflict in eastern DRC. The presentation takes place in the context of the colloquium on Historical International Political Sociology.

Gästehaus der Uni BremenGästehaus der Uni Bremen
Workshop vom 05.-07.10. im Gästehaus Teerhof

Organizers: Prof. Klaus Schlichte, Dr. Roy Karadag, Dr. Alex Veit

Social policy in Africa, apart from a few countries, is an understudied field. Existing studies, just as in research on social policy on other continents, strongly emphasize the domestic side of policy development. The workshop instead seeks to integrate both domestic and transnational factors that may explain the rise, demise and renaissance of social politics and welfare states in Africa. Pre-colonial systems of redistribution, the activities of missionary societies and brotherhoods, the role of international organizations, transnational mobilization, and bilateral cooperation are just a few aspects. This exploratory workshop aims “to screen the landscape”, exchange ideas on past and future research, explore previously overlooked questions, identify cross-cutting issues, and understand both similarities and differences across contexts.

The workshop starts on wednesday at 02:00 p.m. You may download the Program as pdf.

Anybody who is interested is invited to participate. The attendance is free, but you are asked to register yourself by email to Dr. Alex Veit.

 

DFG-Logo_(Quelle: http://www.dfg.de)DFG-Logo_(Quelle: http://www.dfg.de)
Internationale Interventionen gegen sexualisierte Gewalt in Konfliktgebieten

In diesem Projekt werden die sozialen und politischen Effekte internationaler Projekte und Programme gegen sexualisierte Gewalt in Konfliktgebieten untersucht. In den nächsten drei Jahren untersuchen die InIIS-ForscherInnen Alex Veit und Lisa Tschörner, wie Interaktionen zwischen internationalen und lokalen Akteuren neue politische und soziale Realitäten produzieren. Erreichen internationale Interventionen ihre selbstgesteckten Ziele? Zeigen sich nicht-intendierte Konsequenzen? Die Untersuchung, finanziert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), untersucht vergleichend und mit qualitativen Methoden zwei Regionen in der Demokratischen Republik Kongo.